Von Wasser, Pflanzen, Schatzhäusern & Laboren: Birgit Brenner im November

Nicht ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist - das gilt auch für KünstlerInnen und ihre Kunstwerke. So präsentiert Malerin, Medienkünstlerin und G:sichtet3-Protagonistin Birgit Brenner ihre - meist provokanten - Positionen derzeit in drei spannenden Ausstellungen. Im Mittelpunkt stehen jeweils wegweisende Impulse für eine lebenswerte Gegenwart und Zukunft.

"In der Zeit von Goethe und in der Romantik spielte die Nachahmung der Natur eine große Rolle in den künstlerischen Darstellungen - die zeitgenössische Kunst kann und will sich diesen Luxus nicht mehr leisten: Sie beschäftigt sich heute mit der Wiedergabe der Realität zur Veranschaulichung von Themen und als Wegweiser zu einem nachhaltigeren Lebensstil, um die Naturressourcen Erde, Luft und Wasser für zukünftige Generationen zu erhalten", so kündigt das Team der Kunsthalle Rostock die Ausstellung "Über Wasser und Pflanzen" an. 

Die Gruppenschau ist Teil eines Kooperationsprojektes mit dem Botanischen Garten der Universität Rostock, bei dem naturwissenschaftliche Forschung und Kunst in Dialog treten. Dazu hat Kuratorin Tereza de Arruda insgesamt 20 internationale Kunstschaffende eingeladen, "die sich mit der Natur, den Naturelementen und deren Symbiose mit der Menschheit in ihren künstlerischen Œuvres auseinandersetzen". Foto oben: Luzia Simons "Botanische Geschichten", 2019, 284x280cm

Neben Arbeiten von Birgit Brenner sind Malerei, Fotografien, Objekte, Installationen und ortsspezifische Werke von Caetano Dias, Jaider Esbell, José Gomes, Yuan Gong, HAP Grieshaber, Rhys Himsworth, Han Seok Hyun, Luzia Simons, Thomas Wrede und anderen zu sehen. Alle ausstellenden KünstlerInnen "vertreten verschiedene Kulturen und Ethnien, die in ihrer Essenz einer bestimmten Spiritualität, Mythologie und Technologie im Umgang mit der Natur folgen". KünstlerInnengespräche, Vorträge, Workshops und Führungen ergänzen die Schau.

Um Rückbesinnung und Neubeginn geht es auch in der Ausstellung "Schatzhaus & Labor", mit der das Museum Kurhaus Kleve 25-Jähriges Bestehen feiert. Das Jubiläum ist willkommener Anlass für "eine Bestandsaufnahme der Vielfalt an Gegenwartskunst im Hinblick auf die zurückliegende Ausstellungsgeschichte, die damit verbundenen Erwerbungen und insbesondere auf die dabei mitwirkenden KünstlerInnen" - darunter Birgit Brenner.

Zudem sind in der Jubiläums-Schau fünf neue, noch nie in Kleve gezeigte künstlerische Positionen zu sehen, "die neue Impulse geben und wie Spiegel unserer heutigen Zeit wirken". Das Credo "Erinnerung und Neubeginn" stand exemplarisch als Leitmotiv der Werkauswahl "sowie zur "Befragung der Möglichkeitsräume künstlerischen Handelns überhaupt. Denn in einer Welt, die sich unabweisbar im Katastrophenmodus bewegt, bleiben Freiheit und Intensität der Kunst unverzichtbare Stimuli geistigen Überlebens", so die Veranstalter.

Die dritte Ausstellung ist eine Art "Heimspiel": Sie findet in der Galerie eigen+art in Leipzig statt, sozusagen Birgit Brenners "ständige Vertretung". Die Galerie-Ausstellung "m.T." - kurz für: "mit Text" - präsentiert acht weitere zeitgenössische KünstlerInnen, zum Beispiel Martin Groß, Stef Heidhues, Christine Hill, Neo Rauch und Felix Leon Westner.

 

Über Wasser und Pflanzen
Gruppenausstellung

bis 27. November 2022

Öffnungszeiten:
Di-So 11-18 Uhr

Kunsthalle Rostock
Hamburger Straße 40
Rostock

www.kunsthallerostock.de

 

Schatzhaus & Labor
25 Jahre Museum Kurhaus Kleve

bis 20. November 2022

Öffnungszeiten:
Di-So 11-17 Uhr

Museum Kurhaus Kleve
Ewald Mataré-Sammlung
Tiergartenstr. 41
Kleve

www.museumkurhaus.de

 

m.T * mit Text
Gruppenausstellung

bis 17. Dezember 2022

Öffnungszeiten:
Di-Sa 11-18 Uhr

Galerie eigen+art
Spinnereistraße 7
Halle 5
Leipzig

eigen-art.com

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