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Let the Games beGay!
  • ISBN: 3-932855-11-6
  • Format: 17 x 21 cm
  • 192 Seiten
  • Hardcover
  • 18.50 EUR
  • Bestellanzahl:

Let the Games beGay!

Bewegende Momente bei den größten Sportereignissen der besonderen Art


Von Amerika bis Zimbawe erzählen Schwule und Lesben von ihren Highlights bei den Gay Games in Sydney und den Eurogames in München. Spielerinnen und Spieler unterschiedlicher Nationen und Teams sind portraitiert dargestellt. Sachkapitel, wie Geschichte der Games, Organisation, Kultur und Politik, prominentes Vor- und Grusswort, Adresslisten und Facts runden das Buch ab. Viele der portraitierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind abgebildet. Mit "Let the Games beGay" wollen wir die weltweiten Sportveranstaltungen, wie die Gay Games, Out Games und Eurogames bekannter und populärer machen und die gay community stärken und motivieren.


von
Philipp Braun (LSVD)
Heike Bosch

 

Rezensionen:


Nicht nur für Sportfans: Ein neues Buch erinnert an die Gay Games in Sydney und die Münchner EuroGames - und macht Lust aufs nächste Event. Von Micha Müller Dass alle Lesben Fußball lieben und Schwule Sport nur notgedrungen treiben, um ihren Marktwert zu steigern, sind gängige Klischees. Das neue Buch "Let the Games beGay" hingegen zeigt, dass Sport für viele homosexuelle Männer und Frauen eine Weltanschauung ist. In dem Band aus dem Gatzanis Verlag berichten Teilnehmer und Mitwirkende von ihren Erlebnissen bei den Gay Games 2002 in Sydney und den EuroGames 2004 in München. Mitherausgeber ist Philipp Braun vom Bundesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD). Es ist ein eindrucksvolles Buch, sehr persönlich geschrieben, mal amüsant, mal nachdenklich stimmend. Und vor allem wird beim Lesen schnell klar, dass es bei den schwul-lesbischen Sportevents um weitaus mehr geht als um den Wettkampf. Schwule und Lesben schwimmen oder laufen nicht anders als Heteros, aber "wir genießen das Gefühl, dass wir bei diesen Spielen einmal in der Mehrheit sind", erklärt die österreichische Sportlerin Ulrike Lunacek ihre Begeisterung für die Gay Games. "Wir, die wir sonst als Minderheit betrachtet oder gar als Randgruppe schräg beäugt werden, stehen einfach im Zentrum, sind sichtbar und haben Spaß an dieser Sichtbarkeit und am gemeinsamen Sporteln." Der australische Leichtathlet Rodney Croome schreibt über Sydney 2002: "Noch nie ist das Bekenntnis zu unserer schwulen Identität, unserer Kultur sowie unsere Kraft und Stärke klarer zum Ausdruck gekommen." Beide Statements beschreiben Themen, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch ziehen. Es geht um den inneren Zusammenhalt der Community und um die Forderung nach Toleranz und Akzeptanz nach außen.Aber neben diesen politischen Aussagen sind es vor allem die vielen persönlichen Geschichten und Anekdoten, die das Buch zu einem spannenden Lesevergnügen machen. So etwa, wenn Sängerin und Moderatorin Isabel Varell, die erst mit 40 Jahren ihr Interesse am Halbmarathon entdeckte, feststellen musste, das ihr Lauftempo bei den EuroGames in etwa dem eines 63-jährigen schwulen Mannes entsprach. Oder als der australische Ringer Andy Quan mitten im Ringkampf seine Kontaktlinsen verlor. Christine Gundlach, Pressesprecherin der EuroGames, erzählt sehr mitreißend von ihrem Stolz, bei dem Event dabei gewesen zu sein, und der gleichzeitigen Trauer darüber, von ihrer Mutter nicht als Lesbe akzeptiert zu werden. Einen eisernen Willen bewies der Leichtathlet Stanislav Damitrov Tanchev aus Bulgarien, der sich aufgrund der niedrigen Gehälter in seinem Heimatland den Traum von der Teilnahme an den Gay Games in Sydney nicht leisten konnte und alles daran setzte, 2004 in München mit dabei zu sein. Es geht um Liebe, um Schmerz, aber auch um die zunehmende Kommerzialisierung der Spiele und um die Frage, ob die schwul-lesbischen Sportevents nicht eher zu einer Abschottung der Community führen. Zusätzlich zu den zahlreichen Erlebnisberichten gibt es Grußworte von Grünen-Chefin Claudia Roth und Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit, ein Interview mit Jimmy Sommerville, der mit einem LiveAct in München dabei war, und eine Chronologie der Gay Games und der EuroGames. Künstlerische Schwarz-Weiß-Fotos runden das gebundene Buch ab, das auch für Leser, die sich eigentlich nicht für Sport interessieren, absolut zu empfehlen ist. Let the Games beGay!, 192 Seiten, geb., deutsche und englische Sprachfassung, Gatzanis Verlag, 18,50 Euro
www.queer.de/kultur



Sportliche Bekenntnisse Let the Games beGay Ein Bekenntnisbuch zu den "anderen Spielen" in Sydney (2002) und München (2004). Eingeleitet durch Grußworte von Claudia Roth, Klaus Wowereit und Philipp Braun (Mitherausgeber und Bundesvorstand des LSVD), erzählen 33 Schwule und Lesben (u.a. mit Beiträgen von Ulrike Folkerts und Jimmy Somerville) ihre ganz persönlichen Geschichten, die sie mit der Idee von schwullesbischen Sportfesten verbinden. Dabei wird immer wieder deutlich, dass diese Spiele sehr viel mehr sind als bloße Wettkämpfe, dass Spaß und Spiel wirklich im Vordergrund stehen. Viele TeilnehmerInnen erleben hier community live, ein Wir-Gefühl, das man/frau zu Hause so nie erleben kann, selbst wenn es in größeren Städten inzwischen vielfältige Möglichkeiten gibt, mit anderen Schwulen und Lesben Sport zu treiben. Das zweite Signal, das von diesem auch optisch sehr gelungenen Buch ausgeht heißt: liebe die Öffentlichkeit, liebe Politik, liebe Gesellschaft - hier sind wir, mit uns müsst ihr rechnen. Und wenn ihr immer noch die Augen zumacht, nicht sehen wollt, dass es uns gibt, dann hört ihr eben unser Singen und Jubeln: Let the Games beGay! Ein "Muss" für alle TeilnehmerInnen und spannende Lektüre für Nicht-Sportler. (rgk)
Gab Magazin, Juni 2005



Belebend ohne Doping: Let the Games be Gay Fanfaren, Einzug der Sportler, lauter Beifall - Gänsehautatmosphäre. Wer einmal bei einem internationalen Homo-Wettkampf dabei war - egal ob als Teilnehmer oder als Zuschauer - liebt dieses Szenario. Das Buch "Let the Games be Gay" widmet sich dem Phänomen des Homo-Sports. Dass Schwule, Lesben und Sport allen Vorbehalten zum Trotz sehr gut zusammen passen, war noch vor knapp einem Monat bei den Eurogames im holländischen Utrecht zu spüren. Dort wurde vier Tage lang gay geschwommen, gay getanzt und gay gekickt - weniger für Medaillen, als im Dienste des Homo-Sports. Denn gerade weil Lesben und Schwule in der heterosexuell dominierten Welt der Turnhallen und Stadien meist belächelt werden, schweißt das spurten unter Gleichgesinnten umso mehr zusammen. Und das nicht nur in Utrecht, sondern auch vor einem Jahr bei den Eurogames in München und 2002 bei den Gay Games in Sydney. Mit den beiden letzteren Spielen beschäftigt sich der edle Band "Let the Games be Gay". Herausgegeben von Autorin Heike Bosch und dem Vorsitzenden des deutschen Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Philipp Braun beleuchtet das Buch die Spiele von verschiedenen Seiten. "Let the Games be Gay" ist damit allerdings nicht nur für Homo-Sportler ein Genuss, sondern weiß auch Gays, die nicht so viel mit Leibesübungen am Hut haben, zu verzaubern. In über dreißig Erfahrungsberichten (teilweise von "normalen" Games-Teilnehmern, teilweise von Promis wie Ulrike Folkerts, Isabel Varell oder Ex-Olympia-Schwimmer Mark Tewksbury) wird die Begeisterung spürbar, die lesbisch-schwule Wettkämpfe für alle Beteiligten so einzigartig macht. Da wird gekämpft, gefeiert, triumphiert und getrauert - ganz menschlich und ganz unverkrampft. Vielleicht wecken die Texte bei dem einen oder anderen Sportmuffel sogar den Ehrgeiz selbst ins Medaillenfieber einzutauchen. Und wenn nicht? Dann war es auf jeden Fall schön, beim Lesen daran teil gehabt zu haben.
http://www.justbegay.de/fitness_care/games_gay/index.html



von libro-fantastico.de / Barbara Weiß An den VI. Gay Games 2002 in Sydney nahmen 11.000 SportlerInnen teil und damit zählt diese schwul-lesbische Olympiade zu den größten Sportwettkämpfen weltweit. Die bestbesuchtesten EuroGames aller Zeiten fanden 2004 in München statt und begeisterten nicht nur die 5000 AthletInnen, die in 26 Sportarten antraten, sondern auch Tausende von ZuschauerInnen und HelferInnen. Alle, die dabei waren, erinnern sich an die Gänsehaut-Momente, vor allem bei der Eröffnungsfeier, beim Einzug der SportlerInnen, aber auch bei der Medaillenvergabe und der Freude über die vielen individuellen Bestleistungen. Neben den Wettkämpfen bieten diese Sportveranstaltungen der internationalen Gay Community auch kulturelle Highlights und viele persönliche Begegnungen. In "Let the Games beGay!" erzählen TeilnehmerInnen und Mitwirkende aus allen Kontinenten facettenreich ihre Erlebnisse rund um die Gay Games 2002 und die EuroGames 2004. Auch die MünchnerInnen Christine Gundlach (Pressesprecherin EuroGames), Sebastian Kühnen (Bushido) und Sascha C. Falk Mrotzek (Pressesprecher EuroGames) liefern ihre sehr persönlichen Geschichten. Daneben enthält das Buch ein Interview mit Jimmy Somerville, ein Statement von Ulrike Folkerts sowie Grußworte von Claudia Roth und Klaus Wowereit. Diese in ihrer Art einzigartige Erinnerungssammlung ist genau das richtige Buch für die "Weißt Du noch"-Augenblicke. So unterschiedlich die Beiträge sind, ein Aspekt taucht immer wieder auf: Die Erinnerung an das starke Gefühl "Wir sind viele und wir sind überall!", das wie eine "Tankstelle" für die Zeit nach den Games wirkt. Diese Sportereignisse zeigen die Vielfalt der schwul-lesbischen Community und sind ein wichtiger Beitrag zum - gerade im Sportbereich - noch immer nötigen Sichtbarwerden. Und was auf den ersten Blick eine perfekt organisierte Großveranstaltung ist, zeigt in der Rückschau auf die von unterschiedlichsten Gruppen und Individuen eingebrachte Energie, welche (gesellschaftsverändernde) Kraft in der schwul-lesbischen Familie steckt.
http://www.libro-fantastico.de/shop/



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