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Wo die Liebe hinfällt
  • ISBN: 3-932855-02-7
  • Format: 12,5 x 20,5 cm
  • 192 Seiten
  • Hardcover
  • 15.20 EUR
  • Bestellanzahl:

Wo die Liebe hinfällt

Spannende Reportagen über multikulturelle Paare


"Sauerbraten ißt er nicht!" Menschen verschiedener nationaler Herkunft beginnen heute wie vor Jahrtausenden Liebesbeziehungen oder schließen Ehen. Daß Liebe keine Grenzen kennt, zeigen 15 spannende Reportagen über völlig unterschiedliche Paare aus zwei Kulturen. In diesen brisant aktuellen Fallbeispielen werden mutige Schritte sowie Chancen, den Alltag gemeinsam kreativ zu gestalten ebenso augenfällig wie eben diejenigen Probleme, die Paare gleicher Nationalität meist nur vom Hörensagen kennen. Expertenstatements geben einen Einblick in mögliche Hürden mit Bürokratie, Mißgunst und Mißverständnissen.


von
Petra Sparrer

 

Rezensionen:


Vorausgeschickt, dies ist kein "Fachbuch" im engeren Sinne, es ist ein Lesebuch mit Geschichten von Paaren aus und mit zwei Kulturen (oder gar eigener dritter?), ohne wissenschaftliche Auswahlkriterien, sondern eher ein Ausschnitt aus realer Vielfalt. Zusammengetragen sind Gespräche und Interviews von Paaren, die in unterschiedlichen Kontexten Beziehung leben: zwischen Deutschland und Gambia; eine amerikanische Austauschstudentin, die in Deutschland bleibt; ein Kubaner in Hessen und eine Ungarin in Tübingen... Im Urlaub gestartete Beziehungen, im Studium, Beziehungen, in denen es darum geht, wie in Unterschieden zu leben ist. Es sind Liebes-Überlebensgeschichten. Geschichten von Friktionen im Alltag, deren Schlagkraft zuweilen ganz schön groß sein kann und die oft entscheidender ist für das Erleben, vom Raufen zwischen fremden oder befremdenden Gewohnheiten, vom Finden eigener Modelle und Kultur gestalten, und von Kraft und Ressourcen, die daraus entstehen. Da zieht sich was durch, das ich Paar-Resilienz nennen möchte und das sich unter dem Gesichtspunkt lesen lässt, wie Paare Sinn konstruieren. Geschichten bedeuten noch keine interkulturelle Kompetenz. Aber Geschichten könnten ein Anlass sein, der zum nächsten führt, zur Auseinandersetzung von PaartherapeutInnen mit eigenen Vorannahmen. Es ist nämlich doch immer irgendwie ganz anders.
Systema Heft 2/2005, Cornelia Tsirigotis



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