"Poesie und Tod" in der Galerie Artlantis

Kurz vor Jahresende ist ein guter Zeitpunkt für Rückblicke und Gemeinsamkeit. Auch Helga Brehme präsentiert in ihrer Galerie Artlantis eine Accrochage: unterm Titel "Poesie und Tod" ist Fotokunst von KünstlerInnen der Galerie zu entdecken. Zum Beispiel Werke von Anna und Bernhard Blume: das Künstlerpaar wurde vor allem durch großformatige Foto-Serien bekannt, deren Bilder Geschichten erzählen, in denen sich die beiden selbst inszenierten.

Außerdem zeigt Galeristin und G:sichtet2-Protagonistin Helga Brehme Arbeiten ihres kürzlich verstorbenen Freundes, dem Stuttgarter Foto-Künstler Uwe Seyl, der sich mit Landschaftsfotografie und später vermehrt "mit Dokumentation von Eingriffen" beschäftigte, "die landschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen zur Folge haben". Foto oben: Uwe Seyl "Feuilles Mortes"

Noch ein Künstlerpaar und Fotografen-Duo ist in der Ausstellung "Poesie und Tod" vertreten: Mit einem selbst entwickelten Verfahren, ist es Barbara und Michael Leisgen gelungen, Sonnenlicht fotografisch festzuhalten, weshalb sie als "Magier des Lichts" und Mitbegründer der Lichtkunst gelten.

Fotografisch spürten sie dem "Phänomen Licht in lebendigen Wesen und Gegenständen, in Geschichte, Philosophie, Mythos" und in der Natur nach, wo auch Nils-Udos künstlerischer Schwerpunkt verankert ist.

Zwar widmet sich Nils-Udo immer wieder der Malerei, doch es sind in erster Linie seine Beiträge zur Land-Art, die ihn international bekannt machen. Es liegt sprichwörtlich in der Natur seiner Werke, dass sie eine kurze Lebensdauer haben, deshalb dokumentiert der fränkische Künstler seine Projekte fotografisch.

Werke der koreanischen Video-Künstlerin Aiyoung Yun, der Düsseldorfer Fotokünstlerin Klaudia van Koolwijk, des "Floral-Künstlers" Miron Schmückle, von Maler, Land Art- und Konzeptkünstler Peter Hutchinson und von Teun Hocks aus Belgien komplettieren die Schau.

In einem der Galerieräume setzt Helga Brehme mit der Fotosequenz "Boatspeople" den Kontrapunkt zur Ausstellung: Obwohl ausdrücklich verboten, lichtete der portugiesische Fotograf Carlos Palma im Jahr 2006 afrikanische Flüchtlinge ab, die mit einem seeuntüchtigen Boot auf einer Insel ankommen.

 

 

Poesie und Tod
Boatspeople

bis 12. Dezember 2020

Öffnungszeiten:
Di-Sa 17-19:30 Uhr nach Anmeldung
per Telefon 0711 636 1781 oder
Mail kunst(at)galerie-artlantis-stuttgart.de 

Galerie Artlantis
Senefelderstrasse 97
Stuttgart-West

www.galerie-artlantis.eu

30/11/2020 / Von: Nicole Carina Fritz / Kunst & Kultur

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