Plug In - der Künstlerbund Baden-Württemberg bespielt die Landesvertretung BaWü Berlin

Ein Plug In ist eine Schnittstelle, die zwei Systeme miteinander verbindet - Musiker oder versierte Computer-Nutzer kommen ohne gar nicht aus, zum Beispiel ohne Klinke, die das Kabel der E-Gitarre mit dem Verstärker verbindet oder ohne die Software-Erweiterung, die gewünschte Funktionen bereit stellt. Plug In ist auch der Titel einer Ausstellung, die den Württembergischen Kunstverein derzeit mit der Bundeshauptstadt verbindet.

Die Mitglieder eines der ältesten und größten Kunstvereine Deutschlands und ihre Arbeiten treten dabei in einen künstlerischen Dialog mit dem Gebäude der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin. Für den Künstlerbund ist dabei "– neben der politischen, sozialen und repräsentativen Funktion der Landesvertretung als Satellit – die Architektur der Landesvertretung Grundlage für eine raumgreifende Intervention im Sinne eines situativen 'Andockens', was der Titel Plug in ebenso in sich trägt", so die Veranstalter über Plug In.

Herzstück der Ausstellung ist eine 4-Kanal-Video-Projektion: "Mit dem Projekt Plug in stellt sich der Künstlerbund Baden-Württemberg in einer auf digitaler Technik beruhenden Videoinstallation als jetztzeitige Künstlervereinigung vor. Das Ausstellungsformat besteht aus einer großformatigen Vier-Kanal-Projektion, die einen Teil der zentralen drei Etagen hohen Wand im Foyer der Landesvertretung überspannt." Gleichzeitig dient der Ausstellungsraum als Leselounge.

Aus mehr als 200 eingereichten Werken der Genres Malerei, Zeichnung, Bildhauerei, Fotokunst, Videoarbeiten und Installation entwickelte die Berliner Künstlerin und Gestalterin Claudia de la Torre eine Dramaturgie, "die ähnlich einer Partitur innerhalb variabler Zeitintervalle Stand- und Bewegtbilder und visualisierte Klänge verknüpft. Die filmtechnische Umsetzung realisierte Valentin Hennig (Stuttgart)."

Claudia de la Torre setzte die ausgewählten Arbeiten - unter anderem von den G:sichtet1-KünstlerInnen Isa Dahl, Thomas Heger und Thomas Putze - in Beziehung zueinander und verwob sie zu einem visuellen und klanglichen Gesamtkonzept. Den musikalischen Part übernimmt das LUX:NM contemporary music ensemble berlin, das 2010 aus mehreren Solistinnen und Solisten gegründet wurde, "um selbstbestimmte und vielseitige Kammermusikprogramme mit einer klanglich flexiblen Besetzung zu erarbeiten".

Wer keine Möglichkeit hat, die Ausstellung Plug In anzuschauen: Der Videomitschnitt der Vernissage vermittelt einen guten Eindruck. Foto oben: Künstlerbund Baden-Württemberg e.V.

 

 

Plug In
4-Kanal-Video-Projektion und Leselounge
mit Vertonung durch LUX:NM

bis 29. Oktober 2020

Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-16 Uhr
Coronabedingt ist der Besuch nach
telefonischer Voranmeldung unter
030-25 45 64 00 für eine begrenzte
Anzahl von Besuchern möglich.

Vertretung des Landes Baden-Württemberg
beim Bund
Tiergartenstraße 15
Berlin

www.kuenstlerbund-bawue.de

10/10/2020 / Von: Nicole Carina Fritz / Kunst & Kultur

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